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„bassd scho“
Das Coupé-Frühjahrstreffen in der fränkischen Schweiz vom 29. April bis 1. Mai 2022

Unser diesjähriges Frühjahrstreffen der - liebevoll genannten - „Turnschuh“-Fraktion führte uns 2022 in die fränkische Schweiz mit ihren idyllischen Winkeln, kurvigen (Kleinst-)Straßen, unzähligen Mühlen, trutzigen Burgen und skurrilen Felsformationen. Entgegen den Vorhersagen war uns das Wetter hold und wir konnten (meistens) bei Sonnenschein eine spektakuläre Landschaft genießen.

Die perfekte Planung und Organisation haben wir Peter und Sabine zu verdanken, die sich viel Mühe mit der Streckenplanung gegeben haben und uns geschickt um die Touristenmassen gelotst haben. So konnten wir auf recht einsamen Straßen die fränkische und hersbrucker Schweiz auf uns wirken lassen und mit unseren Coupés die Strecken richtig genießen. Hierfür nochmals ein ganz herzliches Dankeschön von uns allen.

Am Freitag, 29.4.22 trafen sich 16 Coupé-Zettis in dem Hotel Berg-Gasthof Hötzelein in Kunreuth. Dieses wunderschön am Berg gelegene Haus ist ein perfekter Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Touren. Mit seiner hauseigenen Tiefgarage sind auch unsere kleinen „PS-Schätze“ sicher untergebracht, während wir es uns ein paar Etagen höher gut gehen lassen können.

Offizieller Start des Treffens war um 19 Uhr mit dem Willkommensgruß von Ludger. Dieser übergab das Wort dann an Peter, der uns einen kurzen Abriss des Programms der nächsten beiden Tage gab. Der restliche Abend wurde mit vielen alten, wie auch neuen Freunden bei einem leckeren Buffet und diversen Getränken zum Themen-Austausch genutzt. Die lange Winterpause gepaart mit der Vorfreude auf die kommende Saison, bot viel Gesprächsstoff für intensive Gespräche.

Am Samstag, 30.4.22 ging es bereits recht früh auf die Straße. Um 8:40 Uhr erfolgte das Briefing für den Tag, dem ein zügiger Aufbruch folgte. Nach einer recht kurzen Fahrt erreichten wir mit dem Dauphin Speed Event in Hersbruck unser Tageshighlight. Hierbei handelt es sich um eine Sammlung mit 160 automobilen Legenden und 240 Rennsport-Motorrädern. Dort durften wir an einer zweistündigen Privat-Führung teilnehmen. Wir wurden in zwei Gruppen durch eine Auswahl der edelsten Fahrzeuge Ihrer Epoche geführt und bekamen von dem fachkundigen Guide viele interessante Details und Anekdoten zu einzelnen Fahrzeugen genannt. Auch unsere Fragen wurden alle zur allgemeinen Zufriedenheit beantwortet. Jedem Interessierten sei diese Adresse ans Herz gelegt. Es finden dort auch öffentliche Führungen statt, zu denen man sich anmelden kann.

Von dieser beeindruckenden Sammlung tauchten wir nun aber erst einmal richtig in die wunderschöne Landschaft der fränkischen Schweiz ein. Über verschlungene Pfade, vorbei an diversen Burgen und Mühlen ging es zu einem kleinen Pause-Parkplatz im Veldensteiner Forst. Weiter ging es durch skurrile Ortsnamen wie „Kleinlesau“ in das Wiesent-Tal vorbei an der Burg Rabeneck zur Kuchenmühle in Albertshof. Diese Mühle ist ein wahres „Kuchen-Schlaraffenland“, aber auch deftige Kleinigkeiten sind auf der Karte zu finden.

Frisch gestärkt ging es wieder auf die Straße. Unterwegs wurde die Gruppe kurz zu Filmstars: Als wir einen Traktor überholten, nutzte der Junior seine Sitzposition - auf der hinteren Deichsel aus - um diesen seltenen Anblick der bunten Coupé-Vielfalt mit seinem Handy zu filmen. Immerhin waren wir in den Farben Rot, Blau, Gold, Grün, Silber, Schwarz unterwegs. Unser weiterer Weg führte uns durch Aufseß, welches den Weltrekord für die größte Brauereidichte (nach Einwohnern) hält. Beim letzten Pausenpunkt, den Flugplatz von Burg Feuerstein, konnten wir sogar einen kleinen Tiefdecker beim Starten beobachten.

Nach einem ereignisreichen Tag, voller neuer Eindrücke ging es zurück zum Hotel. Dort gab es auch noch zwei Geburtstagskinder in der Gruppe zu beglückwünschen. Auch hierauf folgte wieder ein geselliger Abend mit vielen Gesprächen.

Am Sonntag, 1.5.22 gingen wir es alle etwas gemütlicher an. Abfahrt war erst um 10 Uhr. Da sich ein Teil der Gruppe hier bereits verabschiedete, verzögerte sich die Abfahrt allerdings etwas. Es fiel allen sehr schwer, sich schon wieder trennen zu müssen und umso herzlicher wurde der Abschied gefeiert. Der Rest fuhr in einer großen Schleife Richtung Erlangen nach Nürnberg. In Heroldsberg kamen wir an dem Schwan-Stabilo-Stifte-Werk vorbei, die wir bestimmt alle schon zum Schreiben benutzt haben. In Nürnberg parkten die Coupés in der Tiefgarage und wir folgten unserem kundigen „Guide“ Peter zu Fuß. Als erstes steuerten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt an: zuerst der Hauptmarkt – auf dem der berühmte Christkindlesmarkt stattfindet – mit dem Schönen Brunnen und der Frauenkirche. Von dort ging es, vorbei am Fembo-Haus hinauf zur Kaiserburg. Diese bietet, zusätzlich zu ihrer beeindruckenden Größe, auch eine fantastische Aussicht. Wieder unten angekommen, folgte das Tiergärtnertor und Albrecht-Dürer-Haus, bevor wir wieder auf dem Hauptmarkt pünktlich um 12 Uhr zum „Männleinlaufen“ im Giebel der Frauenkirche ankamen. Es folgte noch ein kurzer Abstecher zur Fleischbrücke und dann ging es auch schon zum Mittags- und gleichzeitigen Abschiedsessen der Gruppe ins Provenza am Hauptmarkt. Auch dort war es sehr lecker und viel zu rasch kam die Stunde des Abschieds. Bevor sich die Gruppe in alle Winkel der Republik verteilte, gab es noch die große Verabschiedung untereinander.

Wir hatten eine wunderschöne gemeinsame Zeit mit einer außergewöhnlichen Tour in einer hübschen Region Deutschlands mit vielen Highlights. Leider war alles wieder viel zu schnell vorbei. Vielen Dank für die tolle Zeit an alle, die zum Gelingen beigetragen haben. Bleibt gesund und eine knitterfreie Saison 2022.

Ade,
Martina und Frank – aus Frankfurt

PS: Abschließend möchte ich noch die unzähligen Osterbrunnen erwähnen, die in jedem Ort mit viel Liebe geschmückt waren und wie kleine bunte Inseln den Betrachter erfreuten. Auch hier kann die Region einen weiteren Superlativ bieten: mit rund 11.000 Eiern ist in Bieberbach der „größter Osterbrunnen der Welt“.