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AvD Oldtimer Gand Prix 2014

Im August 2014 fand der "AvD Oldtimer Grand Prix", auch gerne mit "OGP" abgekürzt, bereits zum 42. Mal statt. In den vergangenen Jahren hatte ich mir schon des Öfteren vorgenommen zum Nürburgring zu fahren, aber immer lag in der klassischen Urlaubszeit Mitte August anderes an. Nicht so dieses Jahr! Denn nicht nur die alten Rennfahrzeuge reizen mich doch sehr, auch die Tatsache, dass viele Oldtimer Markentreffen rund um die Veranstaltung durchgeführt werden, lies mich freudig den Blick auf viele schöne Autos erwarten. Die BMW Typenclubs treffen sich traditionell auf dem Parkplatz B2a, der etwas Campingstimmung vermittelt. Das passt zum Nürburgring ja durchaus, wenn auch die Clubtreffen der Marken Alfa, Porsche und Ferrari im Infield des Grand Prix Kurses eher gediegenere Atmosphäre aufkommen lassen.

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Die Organisation vor Ort, federführend durch den BMW 02 Club, war perfekt. Parkscheine wurden wie gewohnt im voraus bezahlt und zugeschickt, Eintrittskarten gab es zu vergünstigen Konditionen im Clubzelt vor Ort zu kaufen. Auch für die Verpflegung im Clubzelt war bestens gesorgt. Vielen Dank an dieser Stelle an die ganze Familie Friedenberger für die hervorragende Bewirtung! Und natürlich ein großer Dank an Herwig Holzmeister, der alle Fäden die ganze Zeit fest in den Händen hielt!

Um das ganze Wochenende genießen zu können, bin ich bereits am Freitag angereist. Mein Zimmer habe ich in Altenahr in einer Pension bezogen, was ein wenig Autofahren morgens und abends bedeutete. Aber Fahren in der Eifel mit dem Zetti macht ja Spaß. Und wie es fast zu erwarten war, pünktlich zu meiner Ankunft am Nürburgring schüttete es wie aus Eimern - typisch Eifel halt. Ich entschied mich, die erste Zeit im trockenen Clubzelt zu bleiben und mit den anderen BMW Clubmitgliedern zu quatschen. Irgendwann kam dann auch die erhoffte Regenpause, so dass ich trockenen Fußes zur Rennstrecke und ins Fahrerlager rüberlaufen konnte. Und oh Wunder, es gibt auch Ferraris in der gleichen Farbe wie mein Paradiesvogel-Zetti. Weitere Regenschauerpausen verbrachte ich freitags im Stand von BMW Classic, wo man mich auch herzlich begrüßte. Glücklicherweise setzte der Regen von Samstagmorgen bis Sonntagmittag aber komplett aus, so dass die meisten Rennen bei Trockenheit stattfanden und es insgesamt eine hervorragende Veranstaltung wurde.

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Die Rennen waren schon ein ganz besonderes Erlebnis! Obwohl ich doch schon einige Rennveranstaltungen besucht habe, habe ich die Atmosphäre noch nie so erlebt. Ich weiß gar nicht, was mir am besten gefallen hat. Die BMW M1 Procar und M1 Turbo mit ihren langen Feuerzungen aus dem Auspuff beim Runterschalten und dem infernalischen Sound waren unglaublich spektakulär. Doch die alten Sportwagen aus den späten 60er und frühen 70er Jahren haben auch einen enormen Reiz. Die Wagen sind besonders formschön und haben ebenso einen schönen Klang. Zudem lieferten sich die Rennfahrer dieser Startergruppe packende Duelle sogar bis über den Lackaustausch hinaus! Es stellt sich für mich zwar die Frage, ob das wirklich nötig ist. Es tut mir in der Seele weh zu sehen, dass diese wunderschönen Fahrzeuge auch beschädigt werden. Nur waren die Rennen schon absolut spektakulär und zum Rennen wurden diese Fahrzeuge gemacht.

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Aber die absolute Spitze war meines Erachtens die Formel 1 der 70er und 80er Jahre. Unglaublich schnelle Fahrzeuge mit kreischenden Motoren in ohrenbetäubender Lautstärke. Ein unbeschreibliches Erlebnis, diese längst vergangene Ära nochmal erleben zu dürfen. Ein besonders emotionaler Moment war dann das erste Formel 1 Weltmeisterfahrzeug von Michael Schumacher - den Benetton Ford von 1994 - nochmal bei ein paar Demorunden in Aktion zu erleben. Das Fahrzeug wurde im Dezember letzten Jahres von einem deutschen Sammler ersteigert, es wird demnächst in einem Museum im Raum Stuttgart ausgestellt werden. Eigentlich wollte Michael Schumacher bei der Präsentation seines früheren Arbeitsgeräts mit dabei sein, wir wissen, dass das Schicksal es leider anders meinte.

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So verging die Zeit wie im Flug. Ein Rennen nach dem anderen mit unendlich schönen und bestimmt auch unendlich wertvollen Fahrzeugen ging vorbei. Als am Sonntagmittag wieder Regen einsetzte, habe ich mich auf den langen Heimweg gemacht, um noch vor Mitternacht in München zu sein. Es hat sich gelohnt, das ganze Wochenende zu bleiben und so auch das Rennen in die Dunkelheit am Samstagabend und das abschließende Feuerwerk mitzubekommen. Ich habe viele Clubkameraden, Freunde und Bekannte getroffen, neue Automobilbegeisterte kennengelernt und tolle Rennwagen erlebt. Wenn der Nürburgring doch bloß nicht so weit von mir zuhause entfernt wäre, ich glaube, ich würde jedes Jahr zum Oldtimer Grand Prix fahren.

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Martin Rehkate

Noch ein Nachtrag: Mit einer kleinen Kompaktkamera kann man keine Videofilme drehen. Um aber das Erlebnis eines vorbeifahrenden BMW M1 Procar in etwa zu vermitteln, sei hier mal ein kurzes Video (10 Sekunden, 6 MB) angefügt. Man beachte auch die Soundkulisse...