Pünktlich zum Start der ersten Saisonkennzeichen konnten wir uns auch dieses Mal wieder früh im Jahr auf der Retro Classic Messe in Stuttgart mit einem großen Team am Stand präsentieren. Neu dabei waren erstmalig Poloshirts, Tassen und Accessoires mit dem neuen Clubnamen, den wir in einheitlicher Kleidung nach außen präsentieren konnten.
Unter dem Schirm „50 Jahre 3er BMW“ wurde der Clubstand mit Exponaten von BMW Classic ergänzt, so dass sich alle Generationen der 3 Baureihe vom E21 bis zum aktuellen G20 als Mischung von Clubfahrzeugen und BMW Classic Fahrzeugen präsentierten. Sie bildeten eine Diagonale über den Stand, die am Ende in zwei Exponaten vom M3 Touring (E46 M3 Touring Einzelstück und aktueller M3 Touring CS) ihren Höhepunkt fand. Dahinter bildete ein seitlich geöffneter Anhänger mit vier Generationen der 3er Reihe als Rennwagen einen beeindruckenden Hintergrund. Ein Wehrmutstropfen war leider, dass freie Flächen und Sitzmöglichkeiten durch diese Präsentation begrenzt wurden. Wir standen alle etwas enger als im letzten Jahr, aber es war noch akzeptabel.
Insgesamt war die Messe wieder ein voller Erfolg. Gegenüber dem Vorjahr waren etwas mehr Besucher zu verzeichnen und auch die Anzahl der Hallen hat wieder um eine zugelegt. Das Niveau der Jahre vor Corona wurde jedoch nicht erreicht. Seitens des Publikums war speziell am Freitag und Samstag ein deutlicher Andrang zu spüren und die Gänge im Bereich der Clubfahrzeuge stets gut gefüllt und mitunter bedrängend eng.
Die Exponate auf dem gemeinsamen Stand von BMW Classic und den offiziellen BMW Clubs konnten sich sehen lassen. Besonders seltene und exklusive Fahrzeuge wie ein BMW 3,0 CSL Batmobil in türkis, ein E36 Alpina B8 4,6 (ja, der Achtzylinder passt wirklich rein) und der ein Umbau eines E3 zum Touring wurden von Clubmitgliedern gestellt. Für die Freiluftfans stand noch eine Studie „Karmann K2“ auf Basis der E36 Compact mit auf dem Stand. Ein Fahrzeug, das im Auftrag von BMW durch den Dach-Spezialisten Karmann vom Kompaktsportler zum verwandelbaren Freizeitfahrzeug umgebaut wurde.
In direkter Nachbarschaft zu unserem Stand befanden sich weitere Stände mit Exponaten der Marke BMW. Den Vogel hat hier sicher der BMW Club Mobile Classic abgeschossen, die nicht weniger als vier BMW 507 im Bestzustand präsentierten. Und dazu kam noch ein Einzelstück, dass als Vorläufer des BMW 507 gilt, so in dieser Form aber beim damaligen Vorstand durchfiel, so dass Graf Albrecht von Görtz mit dem Design des 507 beauftragt wurde. Hier standen mindestens 10 Mio. Euro auf wenigen Quadratmetern.
Die Reihe der Z-Modelle präsentierte sich – ohne vorherige Absprache – farblich abgestimmt außen schwarz, innen rot. Als Ausstellungsfahrzeug an unserem Stand konnte Thomas seinen US - M Roadster auch mit Hilfe unseres Club Partners BMW Menton Classic nochmals weiter aufwerten und in einen sehr schönen Zustand versetzen. Wir waren dadurch wieder Mal Anlaufstelle für begeisterte Blicke und viele interessante Gespräche. Vom interessierten Fachpublikum, über Einsteiger im Roadster Segment, bis hin zum allgemeinen Fan für klassische Fahrzeuge war alles dabei. Es ist klar zu erkennen, dass das Interesse am Z3 weiterhin ungebrochen hoch ist, was man leider in der aktuellen Situation nicht für alle Old- und Youngtimer sagen kann. In der Szene ist längst bekannt, dass für viele Klassiker die Preise seit Jahren stagnieren, bzw. für einige Modelle sogar rückläufig sind. Die Gruppe der Sammler und Liebhaber wird eher kleiner, sei es nun aus Altersgründen oder der wirtschaftlichen Lage. Wenig Nachfrage drückt auf die Preise.
Diesen Trend zeigte auch die alljährliche Auktion von Classic Bid, auf der tatsächlich auch zwei Z3 roadster zur Versteigerung angeboten wurden. Auf viele der angebotenen Klassiker gab es nicht ein einziges Gebot. Und wenn es Gebote gab, wurde das vorgegebene Mindestgebot nur selten erreicht. In so einem Fall gibt es aber dann noch die Möglichkeit, dass sich Verkäufer und Interessent nach der Auktion einigen. So werden solche Fahrzeuge dann trotzdem noch verkauft. Der Verlauf der Auktion zeigte aber ganz klar, dass bei jüngeren, fahraktiven Fahrzeugen, die nicht besonders teuer sind, das Interesse der Käuferschaft am größten ist. Der Z3 fällt genau in dieses Schema. Trotzdem wurden beide Z3 roadster nicht direkt versteigert, weil bei beiden das Mindestgebot nicht erreicht wurde. Es mag daran gelegen haben, dass trotz geringer Kilometerstände beide Fahrzeuge keinen überaus gepflegten Eindruck machten und falsch montierte Felgen bei Mischbereifung (breite Felge vorne, schmale Felge hinten) nicht gerade von Sachkenntnis der Vorbesitzer sprechen. Immerhin, auf beide Fahrzeuge gab es ein Gebot, so dass im Nachgang vielleicht doch noch ein Verkauf stattgefunden hat.
Insgesamt war das Angebot auf der Messe natürlich wieder überwältigend. Obwohl wir uns in Stuttgart, der Heimat von Mercedes und Porsche befinden, gibt es auch für BMW Fans immer viel zu sehen.
Unser Stand ist auch in diesem Jahr durch die Vielzahl der Standbetreuer dem ein oder anderen Beobachter positiv ins Auge gestochen. Neben den unermüdlichen Dauergästen Jan, Thomas und Martin, der dafür immer extra aus München anreist, waren an allen Tagen noch weitere Helfer vor Ort, die auch dieses Jahr wieder dafür sorgten, dass das Team auf eine erfolgreiche und begeisternde Messe zurückblicken kann.
Durch das Messe-Wochenende über den 1. März, war es am Mittwochabend noch notwendig, den M Roadster per Trailer und Zugfahrzeug auf die Messe zu bringen. Thomas konnte jedoch am Sonntagabend die Messe auf eigener Achse verlassen und mit der ersten offiziellen Tour zur Saisoneinweihung sich auf die Heimreise begeben.
Markus Zimmermann und Martin Rehkate





























