Taunus-Tour 2.0
We did it again!
Liebe Freunde gepflegter Automobilkultur,
nach einem wunderbaren Auftakt im letzten Jahr sind wir 2025 erneut durch den Taunus gefah-ren, und diesmal sogar volle drei Tage lang!
Neue Höhen und Tiefen haben wir erkundet, wobei wir diesmal im Norden, dem oberen Hintertaunus, unser Quartier aufschlagen haben und jeweils von dort gestartet sind, während wir 2024 noch im Süden, dem zur Bankenmetropole weisenden Vordertaunus residierten.
Die auffallend schnell und immer wieder wechselnden Gegensätze dieser Region wollten wir mit insgesamt 15 BMW Z3 und 26 Clubmitgliedern gemeinsam durcheilen, wobei wir diesmal den kulturellen Teil zugunsten der fahrerischen Erlebnisse etwas zurückgeschnitten haben, obgleich gerade dieses Mittegebirge wie geschaffen für eine Vielzahl von Burgen und Schlös-ser ist. Bliebe zu erörtern, bei ausreichender Resonanz vielleicht einmal eine eher kultur-, vulgo besichtigungsorientierte Tour zu erwägen.
Ausgangsort für unsere Exkursionen war die schöne Residenzstadt Weilburg mit ihrem histo-rischen Ortskern, barocken Schloß und (!sehenswert!) aufwendig angelegten Schloßgarten nebst Orangerie.
Bereits am Tag der Anreise bummelten wir durch den Schloßgarten und die Altstadt:
Im unmittelbar nördlich des Schlosses befindlichen „Prinzessenbaus der Residenz“ nebst Marstallgebäude, welche heute zu einem Vier-Sterne-Hotel umgebaut sind, haben wir genächtigt. Auch durften sich unsere munteren Pferdchen im Innenhof des Ensembles aufhalten, um uns am nächsten Tag bereits freudig zu erwarten.
Tag 1
Donnerstag, 31.07.2025
Morgendliche Ansprache zur Ausfahrt:
Dieser Tag begann mit einem Paukenschlag: So fuhren wir gleich morgens das imposante Schloß Braunfels an, um nach Aufstellung im Schloßhof an einer Führung teilzunehmen.
Wir wurden darum gebeten, auf die Veröffentlichung von Photos aus den Innenräumen des nach wie vor gräflich privat gehaltenen Schlosses zu verzichten, während Photos des Schloßhofes mit der Aufstellung unserer Zettis sowie Außenaufnahmen gestattet wurden.
Nach der Führung ging es über Philippstein, Weilmünster, Langenbach und Michelbach zu unserem Pausenhalt.
Über Brandoberndorf, Ober- und Niederwetz gelangten wir nach Nauborn zu einer kleinen Waldgaststätte zur Mittagspause.
Leider war es wettertechnisch zu durchwachsen, um im schönen Biergarten zu sitzen. So blieb es „kuschelig“ im Gastraum, doch Essen und Service waren perfekt und zu aller Zufriedenheit.
Nach dem Mittagessen fuhren wir über Bonbaden, Altenkirchen, Essershausen, Elkershausen und das von Kurven umzingelte Gräveneck zu unserer Nachmittagspause kurz hinter Wirbelau.
Die Strecke zurück nach Weilburg führte uns über Gaudernbach, Allendorf, Reichenborn und Winkels in einem nord-östlichen Bogen.
Nach dem Auftanken fanden wir uns zum gemütlichen Beisammensein vor dem Abendbuffet ein. Gemütlich klang dann der Abend aus.
Tag 2
Freitag, 01.08.2025
Heute war ein aktiver Fahrtag, daher brachen wir auch geringfügig früher auf als gestern. Wir wollten das wunderbare, gerade auch unter Motorradfahrern beliebte Wispertal durchfahren!
Die morgendliche Ansprache:
Zunächst ging es vom Hotel aus Richtung Süden über Weinbach, Weilmünster, Hasselbach und Erbach bis zu unserer ersten Pause im Raum Bad Camberg.
Unsere folgende Strecke führt uns über Kaltenholzhausen, Dörsdorf und Katzenelnbogen bereits deutlich nach Westen.
Unsere zweite Pause war ein Wanderparkplatz vor Niedertiefenbach.
Die folgende Strecke sollte uns über Holzhausen, Niedermeilingen, Lautert und Lipporn direkt hinunter bis Lorch zu unserem Mittags-Restaurant am Rheinufer führen.
Leider wurde es dann dunkler, und alsbald fing es an zu regnen.
Schnell gehalten zum Schließen der Dächer
Dem Restaurant an den Uferpromenaden des Rheins hatten wir noch vor wenigen Tagen die finale Auto- und Teilnehmerzahl bestätigt. Nach einer rd. eine Stunde vor Ankunft sicherheitshalber abgesandten SMS an den Chef, daß wir uns um voraussichtlich 15 Minuten verspäten würden, erhielten wir die erfrischende Antwort, daß das Restaurant seit einer Woche geschlossen sei. Na prima, nun mußte eine unverzügliche Ersatzlösung für unsere große Gruppe her.
Nach kurzer Erörterung eventueller Optionen fuhren wir dann in der ohnehin nach der Mittagspause geplanten Richtung rd. 4 Km weiter zu einem beliebten Bikertreff, bei dem wir angesichts der wetterbedingt eher ruhigen Kundenzahl tatsächlich unterkommen konnten, wenngleich der kleine Gastraum mit uns maximal ausgefüllt wurde. Aber immerhin: Das Essen war super, das kleine Küchenteam (mit schnell noch telefonisch herbeigerufener Verstärkung) flott und aufmerksam dabei, und so konnten wir bestens versorgt mit nur geringer Gesamtverspätung weiterfahren. Solche kleinen Vorkommnisse sind doch die Würze einer jeden Tour!
Weiter ging es das schöne Wispertal hoch, wobei wir hinter Geroldstein noch kurvenreiche Abstecher nach Süden und anschließend Norden unternahmen.
Kurz vor unserer Nachmittagspause bei einer bekannten Fast Food – Kette im Raum Bad Schwalbach (Eröffnung gerade erst vor einer Woche!) erwischte uns dann doch noch einmal der Regen. So aber konnte man sich im Trockenen die Hände waschen oder einen der berühmten afrikanischen Kaffes (Kaffee „Togo“) mitnehmen.
Über Strinz-Margarethä, Panrod, Werschau und Villmar fuhren wir anschließend weiter nach und durch Runkel mit seiner imposanten Burg und über Odersbach mit dessen kurvenreichen Streckenabschnitts zurück nach Weilburg.
Alsbald trocknete die Strecke wieder ab. Insgesamt Glück gehabt, wir konnten gut fahren.
So endete der Tag mit einem gemütlichen Sundowner vor dem Abendbuffet.
Bezaubernderweise durften wir zum Abschluß des Abends noch einem Ständchen aus geschultem Munde lauschen, welches unsere Herzen öffnete und jedem ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Was für eine schöne Überraschung!
Tag 3
Samstag, 02.08.2025
Unser Frühstücksbuffet
Zum täglichen Morgenappell:
An unserem letzten Fahrtag widmeten wir uns zunächst dem „mittleren Hintertaunus“ und durchquerten in der zweiten Vormittagsetappe das fast schon „südländisch“ wirkende, schluchtenartig in das Gestein eingegrabene Scheidertal, dessen Name nach Vermutungen von Historikern durch die jahrhundertelange Grenzlage zwischen der Niedergrafschaft Katzenelnbogen (später Landgrafschaft Hessen) und dem Hause Nassau-Idstein bedingt ist.
Unsere erste Vormittagspause bei Steinfischbach:
Über Wallbach ging es anschließend nach Hennethal, unserem „Einstieg“ in das genannte Scheidertal, wo wir unter Beachtung der Gesamtlage auch ein weniger großzügiger mit dem Gaspedal umgehen konnten. Unten auf dem Parkplatz sammelten wir uns dann wieder.
Weil es so schön war, wendeten wir und durchfuhren das Scheidertal erneut, diesmal bergauf, jedoch noch weiter an Hennethal vorbei, um schließlich im feudalen Golf- und Hofgut Georgenthal eine Verschnaufs- und Entlastungspause einzulegen.
Anschließend ging es über Steckenroth, Breithart, Michelbach sowie Daisbach und Bonscheuer nach Berghausen zu unserem Mittagshalt im Hotelrestaurant Berghof, wo wir gut und zügig bewirtet wurden.
Erneut zogen dunkle Wolken auf, doch diesmal blieb es trocken:
Schließlich erreichten wir unsere Mittagslocation:
Am Nachmittag stand schließlich das herrliche Gelbbachtal auf dem Plan. Über Bremberg und Seelbach ging es in wunderbaren Serpentinen hinunter zur Lahn, welche wir überquerten, um über Nassau dann kurvenreich zuerst hoch nach Winden und wieder hinab nach Weinähr zu fahren, unserem „Einstieg“ in das Gelbbachtal. Dieses fuhren wir hinauf bis Giershausen, um kurz vor Holzappel auf einem Supermarkt-Parkplatz eine kleine Kaffeepause und persönlichen „Boxenstop“ einzulegen.
Über Balduinstein, Birlenbach, Heringen, Werschau, Aumenau und Elkershausen ging es abschließend zurück nach Weilburg zum gemütlichen Ausklang des Tages – und leider auch der Tour.
Zwischenzeitlich begann es wieder einmal zu regnen.
Durch die Weilburger Altstadt-Gäßchen…
… zum bereits üblichen Umtrunk vor dem Abendessen:
Erneut durften wir uns bezaubernder Gesangseinlagen erfreuen!
Auch unterhielt uns der Billardtisch bis in den frühen Morgen:
Alles hat irgendwann ein Ende, so auch unsere Tour. Auf einmal ging alles ganz schnell und sie war gefahren! Unsere gesamte, mit 26 Personen nicht einmal kleine Gruppe war so angenehm, homogen und gut zueinander passend, daß wir mit vielen Späßen, Kalauern und guter Laune die Zeit wie im Fluge vergehen ließen.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen hieß es denn doch leider Abschied nehmen…
… wobei einige Teilnehmer es sich nicht nehmen ließen, auch das Angebot einer sonntäglichen Führung durch das Schloß Weilburg wahrzunehmen. Es lohnte sich, weist es doch einen ganz anderen Charakter auf als das an unserem ersten Tourtag besichtigte Schloß Braunfels auf.
Tschööö, liebe Zetti-Gemeinde, es waren schöne Tage!!
Alle Photos, sofern nicht anders angegeben: © Till Osenberg oder Martin Rehkarte